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Autor Thema: Landpoststempel Fliegerhorst über Frankfurt (Oder) v. 27.8.34  (Gelesen 1133 mal)

Offline hw33175

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Hallo!

Hier ein Landpoststempel:

Fliegerhorst über Frankfurt (Oder) v. 27.8.34 mit Frankfurt (Oder) Land und UB: B.

HW33175

Offline hw33175

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Re: Landpoststempel Fliegerhorst über Frankfurt (Oder) v. 27.8.34
« Antwort #1 am: 06. Dezember 2015, 15:45:59 »
Hallo!
Bezüglich des Landpoststempels: Fliegerhorst über Frankfurt (Oder) habe ich Verbindung mit der Vereinigung Frankfurter Briefmarkensammler 1900 e.V. in Frankfurt (Oder) aufgenommen. Ich erhielt umgehend Antwort von He. Renne. Er übersandte mir eine Ausarbeitung über die an dem Postamt in Frankfurt (Oder) benutzten Poststempel die Herr Klaus-Peter Wasmund ausgearbeitet hat.
Von dieser Ausarbeitung habe ich eine Kurzfassung nachfolgend gefertigt. Die Kursiv markierten Teile habe ich eingefügt. Der Rest ist aus dem Original des Herrn Wasmund.

Die vollständige Ausarbeitung mit den Bildern wird an diesen Beitrag angehängt.

Es bleibt danach festzustellen, daß der Stempel Frankfurt (Oder) Fliegerhorst mit UB: b, Handbuch Ausgabe 5 Seite 50 Nr.8, noch nicht einmal 1 Jahr benutzt worden ist.


Der Frankfurter Flugplatz und seine postalische Entwicklung.

Der seit ca. 1850 durch als Exerzierplatz genutzte große Platz bei Kunersdorf, im Frankfurter Stadtforst gelegen, wurde am 19. August 1911 erstmalig zur Landung eines Flugzeuges genutzt.
Nach längeren Verhandlungen und der Klärung der Finanzierungsfragen wurde dann am
30. Juni 1914 der Fliegerstützpunkt Frankfurt (Oder) feierlich eingeweiht.
Nach Beginn des 1. Weltkrieges wurde im Jahre 1915 begannen die Planungsarbeiten für einen militärischen Flugplatz.
Erste Hinweise zum Frankfurter Flugplatz findet man zum Ende des I. Weltkrieges als Standpunkt des Kommandos der Bombenlehrabteilungen Frankfurt a. d. Oder mit Abteilungen für Offiziere und Mannschaften. Der Flugplatz/Fliegerhorst mit den Versuchsabwurfplätzen lag in der Nähe von Frankfurt a. d. Oder bei Kunersdorf.
Die große Zahl der dort konzentrierten Militärpersonen begründete den Wunsch nach einer besseren Postversorgung.
So wurde im Frühjahr 1918 die Einrichtung einer Postagentur genehmigt.
Das Reichspostamt verfügte unter dem 27. August die Einrichtung der Postagentur bei Kunersdorf, die auf Wunsch des Kriegsministeriums die Bezeichnung Fliegerstation bei Frankfurt(Oder) führen sollte.
Vier Wochen später war der Krieg zu Ende. Die Baracken wurden für militärische Zwecke nicht mehr benötigt und zunächst mit Flüchtlingen aus den östlichen Grenzgebieten belegt. Der Versailler Frieden gestand Deutschland keine Militär-Fliegerei mehr zu, so daß die militärischen Anlagen zerstört werden mußten.
Die Postagentur amtierte zunächst weiter, aber als sich das Lager wieder leerte, mit ständig schwindendem Geschäftsumfang, so daß sie schließlich durch Verfügung des Reichspostministeriums vom 1. Februar 1921 aufgehoben wurde. (PnachrBl. 1921/18 v. 5.3.)

Durch die Zunahme des Flugverkehrs nutze die Post dann wieder diese Beförderungsmöglichkeit.
Der erste Postflug auf der Strecke Dresden - Cottbus - Guben - Frankfurt - Stettin erfolgte am
24.7.1929.
Am 30.9.31 schloß das Postamt Flughafen seine Pforten. Die schlechte Wirtschaftslage
in den nächsten Jahren verhinderte eine Wiedereröffnung der Fluglinie.

Das Postamt Flughafen lebte jedoch im Jahre 1934 wieder auf durch die Einrichtung der “Poststelle Fliegerhorst”. Durch das Umschulungslager nebst verschiedenen Sonderkursen und später durch den freiwilligen Arbeitsdienst war die Einrichtung einer Poststelle bedingt. Sie wurde nebenamtlich verwaltet und benutzte einen Gummistempel mit der Inschrift Fliegerhorst / über Frankfurt (Oder).
Dieser „Landpoststempel / Poststelle II Stempel“ wurde durch den Zweikreis-Steg-Stempel: Frankfurt (Oder) Fliegerhorst, im oberen Kreisbereich, mit UB: a abgelöst. Der Stempelabschlag ist v. 2?.8.38.
Mit Ausbruch des 2. Weltkrieges wurde die Poststelle “Fliegerhorst” eingezogen und in ein Postamt umgewandelt. Bedingt war diese Maßnahme dadurch, dass nach Kriegsausbruch auf dem Flugplatz mehr Militär lag, und die Entfernung zur Stadt einige Kilometer beträgt. Dieses Postamt erhielt die Nr. 9. Als erstes wurde ein Tagesstempel mit der Bezeichnung Frankfurt (Oder) im oberen Kreisbereich und Fliegerhorst im unteren Kreisbereich und dem UB: b eingesetzt (Handbuch Ausgabe 5 Seite 50 Ziff. 8), welcher dann im Jahre 1940 durch den Stempel „Frankfurt (Oder) 9“ mit UB: b ersetzt worden ist.

HW33175
« Letzte Änderung: 06. Dezember 2015, 18:52:40 von Feldpost-Admin »

Offline frank9961

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Re: Landpoststempel Fliegerhorst über Frankfurt (Oder) v. 27.8.34
« Antwort #2 am: 06. Dezember 2015, 19:21:20 »
absolut klasse!
danke für die Ausarbeitung.
gruss frank
Ich sammle Luftfeldpost aus Russland 1942-45 und auch die geflogene Kesselpost aus Russland. Spezialgebiet Kurland.

Offline Stoofi_de

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Re: Landpoststempel Fliegerhorst über Frankfurt (Oder) v. 27.8.34
« Antwort #3 am: 06. Dezember 2015, 20:23:47 »
Vielen Dank für die Ausarbeitung Super
Gruss Stoofi

Offline hw33175

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Re: Landpoststempel Fliegerhorst über Frankfurt (Oder) v. 27.8.34
« Antwort #4 am: 01. März 2016, 21:39:39 »
Hallo!
Endlich habe ich auch ein Original des Stempels des Postamts Nr. 9 Frankfurt (Oder) mit UB: b v. 3.9.40 bekommen, der der Nachfolgestempel am Fliegerhorst  des auf Seite 50 Nr. 8 abgebildeten Stempel: Frankfurt (Oder) - Fliegerhorst mit UB: b ist.
Abs.: Sch./Fl. Ausb. Rgt. 41 Frankfurt/Oder Schülerkompanie.

Interessant wäre es, ob noch jemand den Stempel mit einem früheren Datum als der 14.4.40 hat, um die Laufzeit der Stempels: Frankfurt (Oder) - Fliegerhorst mit UB: b zu bestimmen.
Ebenso das Früh- und Spätdatum des Stempels: Frankfurt (Oder) - Fliegerhorst mit UB: b und
Früh- und Spätdatum des Stempel: Frankfurt (Oder) Fliegerhorst mit UB: a.

HW33175

 

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