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Autor Thema: Feldwebel aus dem Kessel von Cholm  (Gelesen 1543 mal)

Offline name301

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Feldwebel aus dem Kessel von Cholm
« am: 21. März 2015, 15:36:20 »
Hallo,

stelle hier einen Brief aus dem Kessel von Cholm vor.

Tagesstempel 25.2.42 (Datum aus Briefinhalt 12.2.42.)
Absender ist ein Feldwebel mit der Feldpostnummer:
10127 A = Stab I. Bataillon, Inf. Regiment 386  (218. Inf. Div.)  Die Division wurde im Eiltransport aus Dänemark an die Ostfront gebracht.

Hier der interessante Inhalt:
Rußland, 12.2.42,

Meine Lieben!
Seit einigen Wochen bin ich nun hier. Wir sind gleich in die richtige Tinte geraten. Einen Bericht kann ich mir sparen, denn ihr hört ja Nachrichten.
Der Unterschied zwischen unserem früheren Standort in D. (= Dänemark) u. hier ist wie Tag u. Nacht. Der Russe sitzt uns so auf der Nase, daß wir uns gegenseitig sehen können. Ich habe ja hergewollt, muß also auch alles durchkosten. Trotz aller Schwierigkeiten lassen wir den Kopf nicht hängen. Hoffentlich kommt bald der Frühling und damit unsere Bewegungsfreiheit, die uns den Sieg bringen muß.
Nachricht von zu Hause habe ich noch nicht, es kommt noch nichts ran, ich bin nur froh, daß wir etwas Post mit Flugzeugen, die uns versorgen u. Verwundete mitnehmen, wegschicken können. Bis jetzt hat bei uns alles gut geklappt. Die Angriffe des Gegners konnten abgewehrt werden.
Wenn die Flugzeuge wegen hohem Schnee oder starkem feindl. Beschuß nicht landen können, werfen sie uns Munition u. Verpflegung mit Fallschirmen ab. Warme Winterkleidung haben wir genügend. Die Pelzsammlung in der Heimat hat doch prima geklappt, ebenso die Verteilung an die Truppe. Im Augenblick ist es nicht mehr allzu kalt, es schneit dafür mehr. Wenn das alles mal taut, ich glaube, dann müssen wir schwimmen.
Anliegend schicke ich Euch ein kl. Foto von mir; es ist noch in D. angefertigt. Im Augenblick sehe ich natürlich nicht mehr so glatt u. gepflegt aus, das ist hier auch nicht so wichtig. Die Hauptsache ist, der Kopf bleibt dran und die Knochen ganz. Wenn das Sprichwort gilt " Unkraut vergeht nicht", werde ich hier schon wieder rauskommen. So für heute Schluß, hoffentlich kriege ich den Brief bald weg.
Euch u. allen Bekannten grüßt mit Heil Hitler.!

Im Rundbrief 120 der ARGE wird von Manfred Richter über Feldpost aus Cholm berichtet. Dort ist ein Brief abgebildet, der mit demselben Tarnstempel und demselben Datum 25.2.42 gestempelt ist. Den Stempel habe ich hier auch als Vergleich eingestellt.

Viele Grüße
name301
 


« Letzte Änderung: 21. März 2015, 15:38:56 von name301 »
Fliegende Einheiten, Stalingrad, Kessel, Zensur, Feldpost aus 45

Offline Fario

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Re: Feldwebel aus dem Kessel von Cholm
« Antwort #1 am: 24. März 2015, 16:46:16 »
Hallo name 301 !

Ein super Beleg! Habe bis jetzt nur 3 Belege gesehen und 2 sind in deinem Besitz.
Der 3. Brief wurde bei einer Auxtion angeboten.

Stelle hier einen Brief eines Oberzahlmeisters ein,der kurz nach der Öffnung des Kessels
 einen Bericht über Cholm nach Hause schreibt.

Fpnr.10127 A   vom 30 5.1942  Kurz nach der Öffnung des Kessels.

Gruß Fario

Offline name301

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Re: Feldwebel aus dem Kessel von Cholm
« Antwort #2 am: 24. März 2015, 17:12:49 »
Hallo Fario,


Toller Bericht.

Der von Dir gezeigte Beleg ist auch in einem älteren Rundbrief abgebildet (Nr.???).

Er hat als Absender auch die Feldpostnummer 10127 A wie der von mir oben vorgestellte Brief.

Damit untermauert dieser Beleg noch zusätzlich die Echtheit als Kesselbeleg.

Es gibt aber noch mehrere Cholm-Belege. Wie ich oben schon geschrieben habe , wurden im Rundbrief 120 drei weitere aus einer Korrespondenz vorgestellt. Und auch in einem weiteren älteren Rundbrief wird noch einer erwähnt.


DieserBrief ist aber wirklich ein Glücksfall, denn der Absender schreibt eben offen über die Versorgung per Flugzeug.

Viele Grüße
name01

« Letzte Änderung: 24. März 2015, 21:55:43 von name301 »
Fliegende Einheiten, Stalingrad, Kessel, Zensur, Feldpost aus 45

Offline name301

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Re: Feldwebel aus dem Kessel von Cholm
« Antwort #3 am: 07. Mai 2015, 19:47:51 »
Hallo,

stelle hier noch eine Feldpostkarte vom selben Absender  wie der oben vorgestellte Brief vor.

Die Karte wurde wohl im Päckchen oder Paket transportiert.

Inhaltsdatum 8.7.42
Feldpostnummer  03347 Regimentsstab Infanterieregiment  386  (218. Inf. Division)

Sehr interessanter Inhalt als letzten Beweis für den Kessel von Cholm:
"
....Ich weiß nicht, ob ich Euch schon geschrieben habe, daß ich mit der Kampfgruppe Scherer 3,5 Monate eingeschlossen war.
Ich habe dabei das EK II erhalten. Seit einiger Zeit sind wir etwas zurückgezogen: Auffrischung und Auffüllung."

Viele Grüße
name301

« Letzte Änderung: 07. Mai 2015, 21:35:02 von name301 »
Fliegende Einheiten, Stalingrad, Kessel, Zensur, Feldpost aus 45

 

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