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Autor Thema: Der Feste Platz Kowel  (Gelesen 7777 mal)

Offline Fario

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Der Feste Platz Kowel
« am: 15. Dezember 2011, 18:30:28 »
Hallo!

Der Feste Platz Kowel


Die letzte erfolgreiche Kesselschlacht der Wehrmacht fand vom 17. März bis zum 7. April 1944 um die Stadt Kowel statt.

Die Kampfgruppe Gille mit 5000 Mann, davon 2000 Verwundete, Überlebende der vorhergehenden Kesselschlacht von Tscherkassy, wurde durch 10 russische Divisionen in der Stadt Kowel eingeschlossen.

Unter den Eingeschlossenen waren auch 500 Angehörige der Deutschen Reichsbahn,  weil Kowel seit Ende 1941 zu einem stark frequentierten Knoten für Fronturlauberzüge aus dem Südosten ausgebaut wurde.

Während der 21 Tage des Kessels konnten die Eingeschlossenen nur aus
der Luft versorgt werden.
Ein Entsatzangriff der 131. Infanterie-Division, der 4. und 5. Panzer-Division und der 5. SS-Panzer-Division „Wiking“ schuf am 4. April 1944 eine Verbindung zu den deutschen Linien. Binnen zweier Tage konnten alle Truppen und Panzer aus dem Kessel befreit werden.




Gruß Fario
« Letzte Änderung: 17. Dezember 2011, 17:35:25 von Feldpost-Admin »

Offline Moschus

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Re: Der Feste Platz Kowel
« Antwort #1 am: 25. Mai 2015, 19:49:43 »
Lupo Brief DFr. H-F an Fp.Nr. 30806 vom 9.4.44

Diese Einheit war nicht im Kessel von Kowel , jedoch an der Öffnung und Befreiung der Eingeschlossenen
des Kessels von Kowel beteiligt.

Einheit der Fp.Nr. 30806= 2.Kp. Pz.Gren.Rgt. 12, der 4.Pz.Div. unterstellt. (Nordukraine-Kowel, 2.Armee)

Ergänzung zum Kessel:

Die Luftversorgung erfolgte durch die KGr. z.b.V.5, und dem KG 55, oft durch waghalsige Anflüge.

                                                                                    MfG,  Moschus

Offline Moschus

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Re: Der Feste Platz Kowel
« Antwort #2 am: 04. Juni 2015, 21:02:54 »
Wir halfen Kowel durchhalten!

Das KG 55 flog vom 31.3. bis 7.4.44 Einsätze mit 221 Flügen und 274650 Kg
Nachschub in den Kessel.
Oft waren waghalsige Anflüge im Tiefflug gefordert worden, um die Versorgungs-Bomben in den Festen Platz Kowels
abwerfen zu können.
Auch die starke Flak-Abwehr der Russen bereitete dem KG 55 schwere Probleme bei den Anflügen.

Den ersten Kowel-Einsatz flog Fw. Schumann am 31.3.44 mit der 4.Staffel von Deblin-Irena aus.

Quellen aus dem Buch: KG 55 Greif, von Wolfgang Dierich

Hier ein Fp.-Brief vom 26.3.44 mit stummen Stpl. Form 26 -c- aus Deblin Irena.
Einheit: Abs. Uffz. Schön, Fp.Nr. L 37147 = II.Gru. KG 55 in Bereitstellung auf den Flugplätzen
             Deblin-Irena und Ulez, zur Versorgung des Kessel in Kowel.
             Aufgestellt beim IV.Fl.-Korps ( Lfl.6 ) Gen. Rudolf Meister.

                                                                     Gruß,  Moschus

Offline Moschus

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Re: Der Feste Platz Kowel
« Antwort #3 am: 04. Juni 2015, 21:16:39 »
Die blauen Eisenbahner verteidigen Kowel:

Das waren die Männer in blauer Uniform der Reichsbahn, die vor der Einschließung Kowels noch nie
eine Waffe in den Händen hielten.

Hier ein kleiner Auszug aus dem geschichtlichen der Reichsbahn.

Danke an Paule für die geschichtl.-Info!

                                                                      Gruß,  Moschus

Offline hw33175

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Hallo!
Hier ein Fp. Brief des Obergefr. J.K. bei der Fp. Nr.: 20960D v. 19.4.44 „b“ = 3. Kp. Ldschtz. Btl. 637 / U.: Wehrm. Befh. Ukraine / März 1944 Kowel
(Mit vermutlich Fp. Nr.: 34489C (24.3.44 gestr.) = 2. Kp. Res. Gren. Btl. 122 / U.: 143. Reservedivision / Ukraine)

Inh.:
Freitag, d. 14. April 1944
…. Mit G. werdet Ihr sicherlich um mich 4 Wochen lang gebangt haben u. das mit Recht. Mit knapper Not sind dem Iwan 50 km ostwärts Kowel noch einmal durch die Lappen gegangen u. in der Nacht zum 15. auf 16. März in Kowel selbst angelangt. In derselben Nacht um drei Uhr wurden 15 km wieder ostwärts gefahren, um den Iwan aufzuhalten. Dieser kam jedoch in einer solchen Stärke an, daß wir unter Verlust uns langsam auf Kowel zurück zogen. 5 km vor Kowel haben uns eingegraben u. mußte nun diese Stellung unter allen Umständen gehalten werden lt. Führerbefehl. Leider fehlten uns die schweren Waffen während der Iwan uns mit seiner Arie u. mit Grantwerfern zudeckte. Die Schlachtflieger bombardierten uns u. setzten uns mit seinen Bordwaffen schwer zu. Zu guter Letzt setzte der Russe auch noch Panzer ein. Ein Kamerad nach dem anderen fiel durch Tod oder Verwundung aus. Endlich nach drei Wochen trafen die ersten deutschen. Als erstes wurden nun die Verwundeten über 2000 durch die schmale Gasse nach rückwärts transportiert. U.a. auch Rob. Zimmerschied, der durch Granatsplitter im Rücken verwundet wurde, jedoch ungefährlich. Ich selbst war über 3 Wochen auf Gefechtsvorposten u. blieb wie durch ein Wunder unverletzt. Schwer setzten uns die Kälte u. der Schnee zu. Die Füße u. Fingerspitzen habe mir erfroren, daher die schlechte Schrift. Danken wir Gott, daß ich bis jetzt so  davon gekommen bin; denn noch ist nicht alles vorüber, u. kann morgen die schmale Gasse schon wieder geschlossen sein. Die nachstoßende Infanterie erwarten in 8-10 Tagen u. werden wir dann hoffentlich herausgezogen; solange heißt es eben kämpfen u. durchhalten. Nun möchte ich gar zu gern wissen, wie es bei Euch zu Hause aussieht, denn auch ich habe schon über 4 Wochen keine Nachricht aus der Heimat….

-Im „Festen Platz Kowel“ waren deutsche Truppen vom 17.3.-5.4.1944 eingeschlossen.-
Nach dem Briefinhalt befand er sich im eingeschlossenen Teil und befindet sich zum Zeitpunkt des Schreibens (14.4.44) noch dort mit geöffneter „Gasse“.

HW33175



Offline Moschus

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Re: Der Feste Platz Kowel
« Antwort #5 am: 28. August 2015, 19:31:31 »
Hallo Heinrich,
das nenne ich mal einen Inhalt!

Guter Kessel-Inhalt!

                                   Gruß,  Hans

 

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