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Gerichte/Feldgerichte(Stempel) / Re: Vorgang Zensur Feldgericht Luftgau XI
« Letzter Beitrag von leger_de am 05. Dezember 2022, 22:10:31 »
Hallo,
zuerst einmal besten Dank für Eure Einschätzungen zum Thema.
Das Konvolut endet leider vor der endgültigen Verbüßung der Haftstrafe im Juli 1940. Ihm wurden wegen Verleumdung von Vorgesetzten weitere 3 Monate Haft auferlegt. Außerdem hat er sich wohl unerlaubt Hygieneartikel via Katalog in die Gefängnishaft bestellt. Das kam auch nicht so gut an.
Allerdings wird an keiner Stelle eine Degradierung erwähnt und auch in einem Schreiben des Feldgerichtes vom 15.07.40 (siehe Anhang) wird weiterhin von Uffz. als Dienstgrad geschrieben.
Hinsichtlich der Theorie zur weiter verwendeten Feldpostnummer und Sammelsendungen:
- wie schon erwähnt, wurden auch im April 1940 noch an die FP-Nr der Einheit adressiert und tragen keinen Weiterleitungsvermerk
- Sammelsendungen sind auch fraglich, da i.d.R. auf der Rückseite individuelle Empfangsdaten (teils aber mit langer Laufzeit) und unterschiedliche Erledigungsvermerke vermerkt sind. Dazu ein Brief der Staatlichen Lotterie-Annahme vom 16.02.40 mit Eingangsvermerk 02.03.40.
Interessant dabei auch, dass solche Sachen, wie Lotterieteilnahme auch im Knast offensichtlich möglich waren.
Beste Grüße
Leger_de
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Feldpost-R-Briefe mit Feldpost-R-Zetteln / Todesnachricht als Einschreiben
« Letzter Beitrag von daflocki007 am 05. Dezember 2022, 15:53:30 »
Hi zusammen,

stelle hier ein Einschreiben der Dienststelle 38939 (Stab Panzer-Jäger-Abteilung 72) vom 9.11.1941 vor.
Im Text schreibt der Leutnant und Führer des Nachrichten Zugs, dass der Ehemann der Adressatin "beim siegreichen Durchbruch unserer Soldaten auf der Krim" gefallen sei. (Natürlich mit Kopfschuss, kurz und schmerzlos)

Was mich ein wenig wundert, warum wurde der Ehefrau hier die Todesnachricht per Einschreiben übermittelt? Gefallenenmeldung als Einschreiben kenne ich sonst eher als Mitteilung an die NSDAP Ortsgruppen. Den Privatpersonen wurden doch auch einfach Feldpostbriefe geschrieben und der Tod eines Angehörigen mitgeteilt.
Habt ihr da andere Erfahrungen, oder ist das wirklich eine Ausnahme? (Vielleicht wusste es der Verfasser auch nicht besser?)
Gab es für die Mitteilung der Todesnachricht offizielle Vorgaben?

daflocki007
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Gerichte/Feldgerichte(Stempel) / Re: Vorgang Zensur Feldgericht Luftgau XI
« Letzter Beitrag von Bodo35 am 05. Dezember 2022, 06:13:25 »
Danke fürs zeigen. Ich denke das name 301 hier recht hat. Die Briefe vor der Verurteilung, mussten vom Feldstrafgericht geöffnet werden um zu überprüfen, ob im Inhalt etwas zu den Vorwürfen der Straftaten erwähnt oder ergänzende Informationen dazu beinhalteten. Nach dem Urteil ist für die Post dann das jeweilige Wehrmachtsgefängnis in Eigenverantwortung zuständig und die Briefe Unterlagen somit nicht mehr der Kontrolle des Feldgerichts. Ich denke, dass die anderen Briefe gesammelt wurden und in Sammelumschlägen, dann an dem Empfänger weitergeleitet worden sind. Daher auch keinerlei Vermerke. Interessant wäre, ob er seinen Dienstgrad behalten durfte?  Gruß Bodo35
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Gerichte/Feldgerichte(Stempel) / Re: Vorgang Zensur Feldgericht Luftgau XI
« Letzter Beitrag von leger_de am 04. Dezember 2022, 22:33:18 »
Hallo name301,
es sind Belege bis April 40 mit dieer Anschrift und ohne Weiterleitungs-Vermerk dabei.
Beste Grüße
Leger_de
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Gerichte/Feldgerichte(Stempel) / Re: Vorgang Zensur Feldgericht Luftgau XI
« Letzter Beitrag von name301 am 04. Dezember 2022, 21:58:03 »
Hallo leger_de,
tolle Belege.
In dem Schreiben, was du hier zeigst, steht, dass er seit  dem 20.1.40 einsitzt. Anscheinend wussten die Schreiber der Briefe noch nichts von der neuen Adresse.
Immer wieder interessant, derartige Zensurbelege, weil es so verschiedene Variationen der Zensurmerkmale gibt.
Beste Grüsse
name301
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Gerichte/Feldgerichte(Stempel) / Vorgang Zensur Feldgericht Luftgau XI
« Letzter Beitrag von leger_de am 04. Dezember 2022, 20:23:47 »
Hallo,
habe kürzlich einen Vorgang zu einem Unteroffizier bei der FP-Nr 31467 = 6. Batterie Reserve-Festungs-Flak-Abteilung 342 bekommen, der sich u.a. wegen der Unterschlagung von Heeres-Eigentum strafbar gemacht hat. Er wurde darauf hin vom Feldgericht d. Kommandierenden Generals u. Befehlshabers im Luftgau XI zur Verbüßung von 5 Monaten Gefängnistrafe verurteilt.
In der Folge waren an Ihn gerichtete Briefe mit der Zensurbanderole des Feldgerichtes versehen: "Dieser Brief ist amtlich geöffnet und zum Zwecke der Aushändigung an den Empfänger wieder verschlossen". Die Banderole trägt zudem das Dienstsiegel des Feldgerichtes. Die Briefinhalte weisen keine weiteren Zensurmerkmale auf. Interessant finde ich dabei, dass über den gsamten Zeitraum an die Feldpostnummer 31467 geschrieben wurde und nicht an ein Wehrmachtsgefängnis (er saß anfangs in Schleswig-Holstein und später dann in Torgau ein).
Beste Grüße
Leger_de
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Hallo!
Hier ein Fp. Faltbrief v. 22.1.40 an die Fp. Nr.: 06455 = 2. Schallm. Battr. Beob. Abt. 29 / U.: 29. ID mit Zurück Vermerk:

Fp. Nr. gestrichen und hdschr. Vermerk: nicht 2. Battr., nicht 1. Battr. nicht 3. Battr..
Außerdem ein gestempelter Z4:
Empfänger bei der ange- / gebenen Feldpostnummer / nicht zu ermitteln. / Unrichtige Feldpostnummer

HW33175
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Stalingrad / aus Kessel am 31.12.42 ausgeflogen zum Kriegslaz. 529R in Dnjepropetrowsk
« Letzter Beitrag von hw33175 am 01. Dezember 2022, 17:22:57 »
Hallo!
Hier ein Fp. Brief des Fahrers B. v. 22.1.43 von der Fp. Nr.: 24231 = 2. Kriegslaz. Kriegslaz. Abt. 529R / U.: Hgr. Mitte in Dnjepropetrowsk (Laz. Ort aus späterem Brief ersichtlich).
Den Inhalten des Gesamtkonvoluts der Familie P. nach, gehörte der Soldat einer Einheit der 94. Inf. Div. an.

Inh. v. 21.1.43
.. Ich wollte Euch zu den Feiertagen ein Schreiben richten, war aber nicht leicht möglich. Heiden wird Euch schon berichtet haben über unser Schicksal, daß wir am 20.11.42 eingekesselt wurden und noch vor den Feiertagen wurden wir aufgelöst. Am 15. Dezember wurde ich krank mit Nierenentzündung. Auch Franz H. lag im Nebenbunker krank, am 23.11. wurde ich abends noch zum Hauptverbandsplatz geführt. Auch noch zwei Kameraden mit mir. H. blieb zurück und weiß von ihm heute nichts.
Am 31.12. kam ich mit dem Flugzeug vom Kessel ins Lazarett nach Ukraine. Mir geht es heute schon etwas besser. …. Füße, Gesicht sehr aufgeschwollen und die Füße waren aufgebrochen, daß ich nicht gehen konnte. Gott sei Dank sind die Füße schon geheilt  auch nicht mehr geschwollen und keine Schmerzen mehr, aber strenge Bettruhe habe ich und Hungerkur machen, ich denke immer daran, wieder mal satt zu essen zu können. …

HW33175
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B. Feldpostverkehr der norwegischen Einheiten / Re: Porto-Befreiungs-Stempel Norsk Legion
« Letzter Beitrag von leger_de am 29. November 2022, 22:02:02 »
Hallo,
hier noch ein weiteres Beispiel für den Portobefreiungsstempel.
Beste Grüße
Leger_de
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Feldpost / Re: Die deutsche Feldpost im Bild
« Letzter Beitrag von Sprotte am 27. November 2022, 17:45:47 »
Feldpostkasten Fp.nr 20953
1943  Kolonne Panzer-Aufklärungs-Abteilung 5.

Gruß Martin.
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