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Autor Thema: Die WASt 1939-1945  (Gelesen 6734 mal)

Offline Bodo35

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Die WASt 1939-1945
« am: 08. Januar 2008, 11:01:26 »
Hier möchte ich nun einen Teil der Betreuungseinrichtungen aufgreifen, die noch bis heute exzistieren. Diesen Teil finde ich besonderst interessant, da Belege der WASt sowohl als Feldpost, US-Dienstpost, französische Dienstpost und Kriegsgefangenenpost gesammelt werden können und auch gesammelt werden. Als ersten part möchte ich die WASt während seiner Zeit 1939-1945 vorstellen. Da ich selber nur sehr wenig Belege aus der Zeit habe, würde ich mich über weitere Beiträge
freuen, denn so bekommen wir eine schöne Übersicht.

Die Wehrmacht Auskunfts-Stelle (WASt)

Aufgaben der WASt!

Die WASt ist die amtliche Auskunftsstelle für alle personenbezogenen Angaben von Wehrmachtsangehörigen. Sie ist dafür zuständig amtliche Nachrichten über den Tod eines
Wehrmachtsangehörigen an die zuständigen Standesämter und Angehörigen weiterzugeben.

Die WASt steht allen Behörden, auch anderer Staaten, dem IRK und allen Bürgern zur Verfügung.

Die WASt bis Kriegsende

Durch das Genfer Abkommen über die Behandlung von Kriegsgefangenen vom 27.7.1929 verpflichten sich kriegsführende Länder, bei Beginn von Feindseligkeiten amtliche Auskunftstellen über die in Ihrem Gebiet befindlichen Kriegsgefangenen einzurichten.
Da das deutsche Reich diesem Abkommen beigetreten war, wurde am 26.8.39 dem deutschen Mobilmachungstag die„Wehrmacht-Auskunftsstelle für Kriegsverluste und Kriegsgefangene“
eingerichtet. Sie war dem OKW, Abt. Wehrmachtsverlustwesen zugeordnet. Die WASt war in Berlin W30, Hohenstaufenstr.47/48 untergebracht. Im August 1943 wurde die WASt aus Angst der Zerstörung Berlins, gleich wie Feuersturm auf Hamburg und damit die komplette Vernichtung aller Akten, nach Thüringen evakuiert. Hier wurde sie aufgeteilt, nach Meiningen mit den Grabkarteien und deren Nachlässe sowie die Militärtestamente. Die anderen Personalunterlagen kamen nach Saalfeld. Anfang April 1945 besetzten die Amerikaner erst Meiningen und dann Saalfeld. Vor dem Abzug der Amerikaner aus Thüringen am 01.07.45, nahmen die Amerikaner den Teil der Unterlagen der in Saalfeld lagen mit und überführten sie zunächst nach Fürstenhagen bei Kassel. Der Teil der Unterlagen aus Meiningen viel den Sowjets in die Hände.

Bodo35
Sammelgebiete: Alle über die Monsun U-Boote und Funknachrichtenkarten aus eingeschlossenen Atlantik-Festungen. Desweiteren gute Kriegsgefangenenpost aus allen Gewahrsamsländern.

Offline Bodo35

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Re: Die WASt 1939-1945
« Antwort #1 am: 08. Januar 2008, 11:03:40 »
Hier stelle ich einen Briefinhalt der WASt vom 28.7.43 vor. Man beachte das die WASt hier noch in Berlin war.Dieser Beleg dokumentiert sehr schön die Arbeitsweise der WASt.
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Offline wühlkiste

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Re: Die WASt 1939-1945
« Antwort #2 am: 08. Januar 2008, 23:54:45 »
Klasse Beitrag,ich dachte immer die WASt. ist so eine neuzeitliche Einrichtung so wie Kriegsgräberfürsorge.
Obwohl ich gestehen muß ,das ich auch nicht weiß, wie lange die Kriegsgräberfürsorge schon existiert.
Auf jeden Fall wieder was dazugelernt.


Suche Feldpost vom Pz.Rgt.21 Ostfeldzug 1941-1945
und alles von der Fpnr. L 25587 und 11023

Offline name301

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Re: Die WASt 1939-1945
« Antwort #3 am: 12. Januar 2008, 22:59:19 »
Hallo,

stelle hier einen Einlegezettel der Auslandsbrief-prüfstelle ein, wo auf die WASt verwiesen wird.

Die Eltern eines im Kessel von Stalingrad vermissten Soldaten hatten versucht, an den Vatikan (19.5.43) zu schreiben, um Auskunft zu bekommen. Der Brief wurde aber mit dem Einlegezettel zurückgeschickt.

Gruß Name301
« Letzte Änderung: 13. Januar 2008, 19:36:37 von Bodo35 »
Fliegende Einheiten, Stalingrad, Kessel, Zensur, Feldpost aus 45

Offline name301

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Re: Die WASt 1939-1945
« Antwort #4 am: 12. Januar 2008, 23:03:45 »


Hier der Briefumschlag.
« Letzte Änderung: 13. Januar 2008, 19:36:59 von Bodo35 »
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Offline mosis

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Re: Die WASt 1939-1945
« Antwort #5 am: 13. Januar 2008, 19:15:04 »
anbei noch ein interessanter beleg
Suche alles zur Postleitzahl bis Kriegsende

Offline Bodo35

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Re: Die WASt 1939-1945
« Antwort #6 am: 13. Januar 2008, 19:17:21 »
Interessanter Beleg, was sagt denn die Rückseite aus?

Bodo35
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Offline mosis

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Re: Die WASt 1939-1945
« Antwort #7 am: 13. Januar 2008, 19:19:23 »
und noch einer, brief (14.11.43) aus der zeit der wast, wo sie schon in saalfeld war, einschreiben sind relativ selten
« Letzte Änderung: 13. Januar 2008, 19:36:34 von mosis »
Suche alles zur Postleitzahl bis Kriegsende

Offline mosis

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Re: Die WASt 1939-1945
« Antwort #8 am: 13. Januar 2008, 19:31:01 »
anbei die rückseite von der karte
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Offline Bodo35

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Re: Die WASt 1939-1945
« Antwort #9 am: 05. April 2008, 08:03:08 »
Hier stelle ich einen Beleg der WASt vom 15.8.44 vor, im Absenderstempel Ort: Saalfeld, im Briefstempel:  "Oberkommando der Wehrmacht* Wehrmachtsauskunftstelle". I= Verwaltung nach Hamburg.

Interessant ist , das der Brief in Meiningen abgeschlagen wurde. Arbeiteten beide Stellen mit dem gleichen Absender??? Wer kann hier Hinweise geben.

Bodo35
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Offline FeldpostHN

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Re: Die WASt 1939-1945
« Antwort #10 am: 05. April 2008, 09:32:49 »
anbei ein Brief der WASt. mit Inhalt und Merkblatt ( Deutsche Kriegsgefangene in der U.d.S.S.R. )

FeldpostHN
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Offline Bodo35

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Re: Die WASt 1939-1945
« Antwort #11 am: 27. November 2008, 20:29:27 »
Hier noch einen Vordruck der WASt von Ihrer Zeit in Berlin ca.10Wochen bevor sie aus Berlin Evakuiert wurde.
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Offline mosis

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Re:Die WASt 1939-1945
« Antwort #12 am: 14. Januar 2010, 10:59:03 »
Hier ein Beleg der WAST vom 6.3.45: Vordruck aus Berlin, Absender Saalfeld, Stempel aus Meiningen
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