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Manfred,
leger_de

Autor Thema: 26415B = Kampf-Kdt. Liegnitz v. 18.3.45 (Zittau 2) Abs.:V.St.M.(Volkssturmmann)  (Gelesen 30 mal)

Offline hw33175

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Hallo!
Hier ein Fp. Brief mit der Fp. Nr.: 26415 B = Kampf-Kdt. Liegnitz v. 18.3.45 (Zittau 2).
Abs.: V. St. M. (=Volkssturmmann)

O.U., 14.3.45
….Mit welchen Hindernissen und auf welchen Umwegen ich hier gelandet bin, werdet Ihr ja inzwischen von B. erfahren haben. Aber jedenfalls bin ich jetzt dort, wo man, wie man so sagt, den Krieg entscheiden wird. Persönlich geht es mir sehr gut, denn das Essen ist hier prima. Bin jetzt in einem großen Bauernhof im Quartier, die Bauern sind nicht mehr da, sie haben sich vorm Ivan in Sicherheit gebracht. Nur die Ställe sind noch voll und die Kühe warten auf das Melken, na da könnt Ihr Euch ja denken, daß ich keinen Hitler-Wodka trinke. Hühner sind hier gar nicht mehr gefragt. Eine Gans oder ein Spanferkel kann uns gerade noch  reizen. Aber andererseits vergeht einem direkt der Appetit wenn man in Häuser kommt, wo deutsche Soldaten „gewütet“ haben. Alle Schränke und Büffets aufgebrochen und mit Mutwillen demoliert, die Betten auf das grausamste verunreinigt, Speiseservice „organisiert“ u. s. w.
Ihr solltet einmal hören was die alten Dorfbewohner sagen, die noch hier sind. Schlimmer können die Russen auch nicht hausen. Na wenn ich einmal einen erwische der so mit fremder Leute ihrem Eigentum umgeht, den brauchen sie nicht mehr vors Standgericht stellen.
Na wie geht es denn Euch? Mit Alarmen wart Ihr ja in letzter Zeit gut versehen. Habe heute einen Landser mit nach vorn genommen, und der kam direkt aus Fürth. ……..
Ihr werdet wohl verstehen, wenn ich Euch nicht so oft schreiben kann, denn meine Zeit ist sehr bemessen. Immer auf Draht. …….

Bei Kannapin ist die Fp. Nr.: 26415 ab 5.3.45 mit Kampf-Kdt. Liegnitz angegeben, weiteren Unterlagen nach bestand die Einheit schon im Januar 45.

Liegnitz wurde von der Roten Armee am 9.2.1945 eingenommen.


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Geschichte der Stadt Liegnitz.

Bei den Kämpfen im Sommer und im Herbst 1944 kamen die Russen bis nach Praga, der östlichen Vorstadt Warschaus. In dieser Stellung bereiteten sie den nächsten Großangriff vor. Er begann in der Nacht vom 11. zum 12. Januar mit stundenlangem Trommelfeuer auf die dünnen deutschen Stellungen. Als danach die Masse der russischen Panzer losfuhr, stand ihnen keine wirkliche deutsche Verteidigung mehr gegenüber.
Am 20. Januar 1945 überschritten die Russen die oberschlesische Grenze; sie besetzten die Kreisstadt Rosenberg. Am 22./23. Januar drangen sie in Gleiwitz und Beuthen ein. Am 23. Januar wurde die Hauptstadt Oberschlesiens Oppeln eingenommen. Die Besetzung des oberschlesischen Industriegebietes erfolgte so schnell, daß die Bergwerks- und Industrieanlagen dem Gegner fast unbeschädigt in die Hände fielen. Die sowjetischen Panzer stießen nördlich an Breslau vorbei bis zur Oder vor. Am 24. Januar erreichten sie das Ostufer bei Steinau, und am 25. Januar wurde der berühmte russische Brückenkopf Steinau am westlichen Oderufer gebildet.
Von hier und von weiteren inzwischen eingenommenen Orten am Westufer der Oder aus gingen die Russen am 8. Februar erneut zum Angriff vor. Sie erreichten die kleine Stadt Parchwitz im Landkreis gegen 10 Uhr. Die letzten Volkssturmleute zogen über den Schäferberg in Richtung Liegnitz. Die sowjetischen Soldaten hielten sich in Parchwitz nicht lange auf, sie stießen gleich weiter in Richtung Liegnitz vor. Noch am Abend des Angriffstages erreichten sie den Stadtrand von Liegnitz. Am 8. und 9. Februar wurde in der Stadt gekämpft, am Mittag des 9. Februar war sie in sowjetischen Besitz.


Quelle: Wikipedia zu Zittau

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurden Außenlager des KZ Groß-Rosen und des KZ Auschwitz für männliche und weibliche KZ-Häftlinge errichtet, die Zwangsarbeit in den Zittwerken, einem Teilbetrieb der Junkers Flugzeug- und Motorenwerke AG, verrichten mussten. Die gemeinsam geführten Lager mit mehr als 1000 Häftlingen befanden sich im damals deutschen Klein-Schönau. Die unmenschlichen Lebensbedingungen forderten mindestens 158 Todesopfer.
In den letzten Kriegstagen war die Stadt hart umkämpft. Bei Tieffliegerangriffen kamen etwa 80 Menschen ums Leben; außerdem wurden zahlreiche Gebäude beschädigt oder zerstört. Am 7. Mai 1945 wurden die Einwohner aufgefordert, die Stadt vorübergehend zu verlassen. Am Abend des 8. Mai, dem letzten Kriegstag, ergab sich die deutsche Besatzung der Stadt; am 9. Mai marschierte die Rote Armee weitgehend kampflos in Zittau ein.


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"Weil Junkers nicht das entsprechende Flugzeug im Programm hatte, wurde die Messerschmitt Me 262 mit den Düsentriebwerken aus Zittau ausgerüstet", erzählt Hartmut Müller, während er die Dokumente und Kopien durchblättert. Zittau lieferte zu und die Endmontage der Flugzeuge erfolgte unweit vom Bayrischen Wald bei Obertraubling. Die Reichsautobahn diente als Rollfeld für den ersten serienreifen Düsenjäger der Welt.

Nur ein reichliches halbes Jahr wurden in Zittau Düsentriebwerke gebaut, denn von Osten kam die Rote Armee immer näher. Bis zum Januar 1945 galt Zittau als sicher, denn starke Panzerverbände der Wehrmacht, darunter auch Elitetruppen, sicherten die Bahnverbindungen von Görlitz nach Oberschlesien und Böhmen. Besonders heftige Kämpfe gab es um das knapp 50 Kilometer entfernte Lauban (Lubań). Anfang März musste die Rote Armee die schlesische Kleinstadt sogar wieder räumen, erklärt Müller.
Daraufhin hat die Rote Armee verzichtet, einen neuen Angriff Richtung Zittau zu fahren und ist dann, wie bekannt, nördlich von Görlitz Richtung Dresden und Berlin weiter gezogen. Der Zittauer Zipfel blieb weiterhin vom Krieg verschont.
Trotzdem sei der Produktionsstandort Zittau nicht mehr sicher genug gewesen und deshalb wurde nach den Kämpfen um Lauban die Produktion der Düsentriebwerke erneut verlagert. Am 10. März 1945, berichtet Müller, rollten die letzten beiden Sonderzüge mit 500 Beschäftigten der Zitt-Werke aus dem Kasernengelände in Richtung Halberstadt. Zuvor seien auch die Werkhallen in den Textilbetrieben der Umgebung ausgeräumt und viele Maschinen abtransportiert worden.
In den letzten Monaten des Zweiten Weltkrieges wurden die Konzentrationslager Auschwitz und Groß Rosen von den Zitt-Werken aus verwaltet.
Das Stammwerk der Zitt-Werke in Großporitsch sei weiterhin Sperrgebiet geblieben. Es wurde von der SS bis zum Ende des Krieges als KZ-Außenkommando betrieben

HW33175

 

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