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Autor Thema: 59262 v. 16.10. und 1.11.44 Höh. Pi.Fü.z.b.V.9 über Kämpfe Memel und Gumbinnen  (Gelesen 119 mal)

Offline hw33175

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Hallo!

Hier 2 Fp.-Faltbriefe des Reg. Baurat W. bei der Fp. Nr.: 59262 = Höh. Pi. Führer z. b. V. 9 / Ostpreußen

1. Faltbrief
V. 16.10.44
Inh. v.  14.10.44
… Bei uns ist noch alles ruhig, obwohl im Memelgebiet die Schlacht tobt. Meine Jagdgefilde, die ich noch vor Tagen besuchte, sind nun in Hand des Russen. Die Bevölkerung von Memel mußte über die Nehrung türmen. Riesige Trecks sind unterwegs. Niemand weint, niemand klagt. Wir sind jenseits aller dieser Dinge. Bald werden wir so sein, wie die Russen. ….

Quelle: Wikipedia
Memel / Memelland
Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs war Memel eine deutsche Stadt mit einer litauischen Minderheit von 11 % (1931). Die gesamte Bevölkerung des Memellands einschließlich der Stadt Memel ist im Oktober 1944 evakuiert worden. Beim Einmarsch der Roten Armee Ende Januar 1945 befanden sich weniger als 50 Menschen in der Stadt.



2. Faltbrief ohne Poststempel
Inh. v. 1.11.44
Endlich ist heute ein Brief gekommen. Ich entnehme daraus, daß verschiedene inzwischen verloren gegangen sind. Heute war ich bei meinen bei Gumbinnen eingesetzten Männern, ich habe versucht, sie frei zu bekommen. Einstweilen aber war das nicht möglich. Der Führer der Alarm Einheit ist ein netter Stuttgarter Leutnant. Er haust im Keller einer zerbombten Mühle. Direkte Feindberührung hatten sie noch nicht, aber viel Fliegerbeschuß und Bomben. Die Panzer sehen sie von Ferne. Als ich da war, war alles ruhig. Aber ein Bild wilder Zerstörung. Ich bin froh, daß ich Post habe, ehe ich nach Polen muß, denn dann wird es wieder länger dauern bis Post kommt. Schreibe mir an 59262. Aus der Mühle lasse ich noch einen Zentner Weizen (?) kommen,  der nun unsere 9 Gänse fett machen soll. …


Quelle: Wikipedia
Gumbinnen (jetzt Gussew im Oblast Kaliningrad)
Die Rote Armee führte vom 16. bis 30. Oktober 1944 die Gumbinnen-Goldaper Operation durch; sie versuchte vergeblich, über Gumbinnen nach Königsberg durchzubrechen. Vom 21. bis 23. Oktober 1944 lieferte sich die Wehrmacht mit der Roten Armee nahe Gumbinnen eine Panzerschlacht, in deren Folge die Frontlinie weiter östlich stabilisiert wurde und bis zum Januar 1945 fortbestand. Am 13. Januar 1945 begannen sowjetische Truppen die Ostpreußische Operation. Der Angriff der sowjetischen 28. Armee (General A. A. Lutschinski) auf Gumbinnen wurde zunächst gestoppt; am Abend des 16. Januar brach sie durch das Verteidigungssystem. Die Truppen beschossen Gumbinnen mit Artillerie und besetzten es am 21./22. Januar 1945. Es wurde später als Teil des nördlichen Ostpreußens unter sowjetische Verwaltung gestellt und annektiert (Westverschiebung Polens).

HW33175

 

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