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Autor Thema: Festung La Rochelle Belege eines Oberleutnants z. See  (Gelesen 2864 mal)

Offline name301

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Hallo,

habe einige Belege eines Oberleutnants z. See bekommen, der in der Festung La Rochelle eingesetzt war.
Der Oberleutnant Hillig war Kommandant des Minensuchbootes M 4456 (Feldpostnummer M 34618) bis in die Anfangszeit der Festungszeit hinein.
Dann war er infanteristisch an Land eingesetzt bei den Marineregimentern.  Bis Ende Februar war er im Nordosten der Festung eingesetzt.
In seinem letzten Brief aus  Ende Februar schreibt er von seiner bevorstehenden Versetzung als Kompanieführer zu einer anderen Einheit.

Mit ihm infanteristisch eingesetzt wurden viele Männer seines Bootes und andere Männer der Minensuchflottille 44, A-Gruppe, dabei auch der Kommandant von M 4454.

Er berichtet über die infanteristischen Einsätze mit Spähtrupss und Stellungsverbesserungen, aber auch über Jagdgesellschaften der Enten- und Hasenjagd, bei der auch der Admiral teilgenommen hat.

Stelle hier 2 Briefe vor:

1) Brief aus der Festung ohne Tagesstempel. Ortsangabe und Datum aus Inhalt : Esnandes, d. 18.1.1945. Esnandes liegt im Festungsbereich nordöstlich von La Rochelle.
Rückseitig zensiert mit Zensurstelle e.
Absender Feldpostnummer 36094 = 3. U-Flottillenkommando

In diesem Brief weist Hillig auf einen Brief des Kameraden Oberleutnant z. See Gennes hin, den er erhalten hat.
Er schreibt:

"...Daß mir Gennes aus Gegend Wesermünde geschrieben hat, berichtete ich Dir wohl schon. Er ist nun doch nicht zur U-Waffe gekommen, wie er wollte, sondern ist Kompaniechef bei einer M.L.A. geworden. Sehr erfreut ist er darüber nicht."
Ich habe den Text zitiert, weil dieser Brief des Oberleutnant Gennes an Oberleutnant Hillig dabei war.

Den stelle ich hier auch vor:

2) Brief in die Festung La Rochelle mit Tagesstempel 04.12.44.
Der Brief ist von Oberleutnant z. See Gennes, 4. M.L.A.  5./ Wesermünde - Lehe  Lager "Der Stüh"
(M.L.A. = 4. Marinelehrabteilung) und geht an

Oberleutnant z. See Wolfgang Hillig
Feldpostnummer M 27736 = 4. Marine-Sicherungsdivision  (Sitz La Rochelle)


Dieser Brief hat keinerlei Eingangsvermerk. Der kritische Feldpostsammler würde ihn so als Festungsbeleg nicht eindeutig akzeptieren (ich auch nicht).
Aufgrund der obigen Aussage in dem anderen Brief ist aber eindeutig belegt, dass der Brief in die Festung gelangt ist.


Ich habe leider keine Informationen über M 4456 (ex Hanns Defregger) gefunden und auch nicht über Oberleutnant Hillig.

Für weitere Infos bin ich sehr dankbar.

Viele Grüße
name301


 

 
« Letzte Änderung: 03. Mai 2014, 21:42:08 von name301 »
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Offline leger_de

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Re: Festung La Rochelle Belege eines Oberleutnants z. See
« Antwort #1 am: 04. Mai 2014, 15:05:16 »
Hallo name301,
na, da hast Du ja mal wieder ein super Konvolut bekommen. Glückwunsch!
Insbesondere der Front-Front-Beleg in die Festung ist meines Erachtens sehr selten und in Kombination mit den anderen Belegen sicher außergewöhnlich. Es weist aus meiner Sicht auch nichts darauf hin, dass es sich nicht um einen Festungsbeleg handeln könnte.
Beste Grüße
Leger_de
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Offline Bodo35

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Re: Festung La Rochelle Belege eines Oberleutnants z. See
« Antwort #2 am: 05. Mai 2014, 18:41:09 »
M-4456 bei der 44. M-Fottille war vorher als M-1807 bei 18. M-Flottille und ist 1938 als PG 539 (Fischdampfer in Geestemünde) vom Stapel gelaufen. Das Boot wurde versenkt und 1947 wieder gehoben. Danach wurde es als französischer Fischdampfer unter den Namen Germon, Angelus, und Suffren bis zu seiner Abwrackung geführt.

Gruß
Bodo35
Sammelgebiete: Alle über die Monsun U-Boote und Funknachrichtenkarten aus eingeschlossenen Atlantik-Festungen. Desweiteren gute Kriegsgefangenenpost aus allen Gewahrsamsländern.

Offline name301

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Re: Festung La Rochelle Belege eines Oberleutnants z. See
« Antwort #3 am: 05. Mai 2014, 20:46:22 »
Hallo Bodo35,

danke für Deine Angaben.
Ich gehe davon aus das das Boot selbst versenkt wurde?

Schade, dass es keine Infos über den Oberleutnant gibt. Immerhin war er Kommandant.

Viele Grüße
name301
Fliegende Einheiten, Stalingrad, Kessel, Zensur, Feldpost aus 45

Offline Marinepionier

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Re: Festung La Rochelle Belege eines Oberleutnants z. See
« Antwort #4 am: 11. August 2015, 15:33:34 »
Hallo Freunde,
ich habe vor einiger Zeit ein kleines Konvolut zu OL z.S. Wolfgang Hillig erworben und hier im Forum einen weiteren Hinweis zu ihm gefunden. Insofern möchte ich mich gerne revangieren.
Insgesamt besteht das Konvolut aus:
- 3 Schreiben der WASt, "Deutsche Dienststelle für die Benachrichtigungen der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht"
- einem Heftchen aus der Kriegsgefangenschaft
- einem Heft mit Ausbildungsunterlagen
- 2 Fotos
Nach den Bescheinigungen, die Herr Hillig abgefordert hat, war er vom 26.08.1939-21.12.1940 Angehöriger des Heeres und ab 01.01.1941-08.05.1945 Angehöriger der Kriegsmarine.
Am 05.06.1947 ist er aus der Kriegsgefangenschaft entlassen worden.
Er war Träger des Kriegsverdienstkreuzes 2. Klasse mit Schwertern, über die Verleihung des Verwundetenabzeichens hat die Behörde keine Unterlagen aufgefunden.
Das "Heftchen" muss ich in einer Mußestunde erst einmal "übersetzen" es enthält wohl kleine Geschichten über die Gefangenschaft, ist aber handschriftlich verfasst und daher etwas schwer zu entziffern.
Die Ausbildungsunterlagen sind wohl im Rahmen der Ausbildung bei der Marine gefertigt worden.
Eins der Fotos zeigt Korvettenkapitän Gemein, aus dem Zusammenhang wird es sich dabei um den ehem. Chef der 5. Flottille handeln.
Das zweite Foto zeigt offensichtlich hochrangige Flottenvertreter. Das Bild ist nicht beschriftet und bislang konnte ich die Personen nicht zuordnen. Vielleicht fällt ja hier im Forum jemandem etwas dazu ein.
Wolfgang Hillig ist am 14.04.1904 in Leipzig geboren und hat zur Zeit der Ausstellung der Unterlagen in Hamburg gelebt.
Vielleicht ergänzt sich ja das Puzzle noch ein bisschen.
Bis dahin! (Leider ist es mir nicht gelungen, die Bilder einzufügen. Da muss ich wohl noch probieren.)

Offline name301

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Re: Festung La Rochelle Belege eines Oberleutnants z. See
« Antwort #5 am: 11. August 2015, 20:02:09 »
Hallo Marinepionier,

das ist ja sehr interessant.
Über den Werdegang des Oberleutnants habe ich nämlich keine Informationen.

Wenn Du hier Bilder einstellen willst , mußt Du Supporter sein, das kostet Dich 10 Euro pro Jahr.

Falls Du das nicht machen möchstets, würde ich mich über eine PN freuen.

Viele Grüße
name301
Fliegende Einheiten, Stalingrad, Kessel, Zensur, Feldpost aus 45

Offline name301

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Re: Festung La Rochelle Belege eines Oberleutnants z. See
« Antwort #6 am: 11. August 2015, 22:15:46 »
Habe noch mal nachgesehen.

Ich habe Briefe von dem Leutnant/ Oberleutnant z.See Hillig zurück bis Ende 1942 und aus der Gefangenschaft bis ca 1947.

Hier auf die Schnelle die Aufstellung der Feldpostnummern:

Zuletzt M 36094 C = 3. U-Flottille (La Rochelle)

vorher (bis 9/44) 34618 = M 4456 (44. Flottille)

Ende 43-Anfang 44 Kommandantur Wesermünde Navigationslehrgang

1943  16439 = 2. Vorpostenflottille

6/43   28531 = 42. Minensuchflottille und 08685 EB 16 = Hafenkommandant St. Nazaire

Ende 42 -Anfang 43    31048 = Hafenkommandant Ostende.

Viele Grüße
name301
Fliegende Einheiten, Stalingrad, Kessel, Zensur, Feldpost aus 45

 

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