Forum > Geflogene Feldpost (ohne Luftfeldpostzulassungsmarke)

Geflogene Feldpost aus Belgien

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Bodo35:
Hier habe ich einen Feldpostbrief der FpNr.L12214=Luftgau-Kommando Belgien/Nordfrankreich mit Brüssler Maschienenstempel Form 25 Typ7 vom 20.8.1941 und 5pf Flugpostgebüren nach Berlin. So noch nie gesehen.

Gruß
Bodo35

topstar229:
Pracht Beleg! Der Maschinenhalbstempel wurde auch einmal ohne Werbeeinsatz halb abgeschlagen...... dann erneut eingeführt um die beiden Hindenburgmarken ab zu stempeln. wirklich schön

frank9961:
TOP!

Feldpostleitstelle:
Hallo Bodo,

mir bisher völlig unbekannt. Kannst Du mir eine Mail mit dem Original machen. Ich bringe dann das Ganze im nächsten ARGE Feldpost Rundbrief.

Gruß
Feldpostleitstelle

Karolus:
Hallo Bodo,
oben ein schöner guter Beleg, der damals allerdings nichts mit Feldluftpost zu tun hatte. Für die Luftpost waren damals auch für Feldpost, die für die Zivilpost üblichen Zuschläge von 5 Rpf. für das Reich und die besetzten Gebiete,  10 Rpf. für befreundete Gebiete wie z.B. Finnland und Schweiz usw. zu entrichten. Es war die größte Selbstverständlichkeit, dass an dieser Regelung auch alle Angehörigen der Wehrmacht bis OT usw. teilnehmen konnten. Allerdings gab es hier eine Einschränkung, "soweit sich deren Einsatzort im weiteren Bereich eines Landeplatzes der Lufthansa, bzw. deren befreundeten Linien wie Iberia, Ala Littoria um nur einige zu nennen, sich befindet". Diese Möglichkeit war damals zu wenig bekannt, sonnst würde wir heute wesentlich mehr solche Belege finden.
Die damalige Luftpostliste schreibt weiter vor: ...wonach Luftpostsendungen wie gewöhnliche Eilbriefsendung zu behandeln sind, soweit keine Luftpostlinie vorhanden ist. Leider steht auch im Fp. Handbuch darüber zu wenig.
Und jetzt zu unseren Fp. Brief Belgien nach Berlin. Der Zuschlag ist in Ordnung eben 5 Rpf. - aber wie war der Flug? - und  hier liegt der Haken. Die einzige Flugverbindung die Belgien und Frankreich berührte war lt. Luftpostliste: Berlin, Lyon, Barcelona, Madrid u. Lissabon - also nix Brüssel. Das war sicher auch den Absendern bekannt, aber so billig hätten sie keine Eilbotenverbindung nach Berlin bekommen.
Diese günstige Postverbindung war vor allen bekannt beim LW Stützpunkt Prag / Rusin, dort mit 50 Heller,
bei einige Stützpunkten in den Baltischen Gebieten - die Fluglinie Berlin, Danzig, Königsberg, Riga bis Helsingfors.Von dort sind immer wieder solche Briefe zu bekommen. Im HB steht auch etwas über die Händlerbelege aus Riga. Ich würde mit denen nicht so hart ins Gericht gehen. Diese Belege hatten den Dienst - und Riga-er Stempel, der Abs. war bei FpNr. 05782 = Küst. Überwachungsstelle Riga. Die wenigsten Freunde des Forums werden je einen solchen Beleg bekommen, der dazu noch gelaufen ist und nicht per Schachtel zum Versand kam. Briefe vom Flugplatz Riga / Splira werden immer wieder günstig angeboten, eben aus Unkenntnis der Sammler die davon zu wenig verstehen.
Sehr selten sind nun Briefe mit der 5 Pfg. Frankatur aus dem Festungsbereich Danzig. Zur Endzeit gab es Briefe mit 6 Pfg. Frankatur - es gab keine 5er mehr. Ich schrieb schon früher, dass Danziger Belege nur alle Schaltjahr einmal angeboten werden. Jedenfalls wäre das Sammelgebiet "Geflogene " Feldpost mit   5 Rpf.
Reichsgebiet usw.  bzw. 10 Rpf. im Auslandverkehr" sehr interessant .
Meint Karolus

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